Spezialpraxis für Kinder-
und Jugendzahnheilkunde
  Dr. Angela Freundorfer
Dr. Jacqueline Esch
Dr. Sabine Geissler
& Kollegen
   
     
  Die wichtigsten Fachbegriffe von A - Z
einfach und verständlich erklärt
   
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  Abszess  
  Ein Abszess ist eine eitrige Gewebseinschmelzung. Meist geht dieser von einem tief zerstörten und abgestorbenem Zahn aus. Ein Zahnabszess ist mit einer Schwellung der Wange und starken Schmerzen verbunden. Er muss dringend vom Zahnarzt behandelt werden.  
     
  Allergie  
  Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Reize anders als es der Norm entspricht. Eine Allergie kann dabei erblich oder durch Umwelteinflüsse erworben werden. Dabei spielen die direkten Umweltbedingungen eine eher untergeordnete Rolle. Man nimmt heute an, daß das hygienischere Aufwachsen im Kindesalter das Immunsystem nicht zur vollen Entfaltung bringt und somit bei widrigen Umwelteinflüssen die Gefahr einer falschen (allergischen) Reaktion größer ist.  
     
  Allergietestung  
  Wird bei einem Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber Füllungs-/Zahnersatzmaterialien angewendet.  
     
  Amalgam  
  Plastisches Füllungsmaterial aus einer Metall-Legierung mit Quecksilber. Dieses universelle Füllungsmaterial wird aus kosmetischen Gründen im nichtsichtbaren Bereich angewendet. Bei Schwangeren und Kindern bis zum 6. Lebensjahr raten wir davon ab, Amalgam einzusetzen.  
     
  Amalgamalternativen  
  > Komposit-Füllungen ("Kunststoff-Füllungen")
Alle Komposit-Füllungsmaterialien enthalten neben silanisierten anorganischen Füllstoffen diverse Kunststoffe auf Acrylatbasis. Letztere weisen eine Vielzahl von Verbindungen auf, die als Inhaltsstoffe (z. B. TEGDMA) oder nachträglich gebildete Reaktionsprodukte (z. B. Formaldehyd) in kleinsten Mengen freigesetzt werden können. In der Regel werden Komposite in Kombination mit Adhäsiven ("Schmelz- und Dentinkleber") eingesetzt, die ebenfalls zahlreiche Kunststoffverbindungen (z. B. HEMA), teilweise auch Glutaraldehyd und Säuren enthalten. Komposite und Versiegelungsmaterialien wurden in den letzten Jahren einer kritischen Betrachtung unterzogen und mit vielfältigen Krankheitserscheinungen bis hin zu Krebs und Unfruchtbarkeit in Zusammenhang gebracht. Nach aktuellem Erkenntnisstand sind derartige Behauptungen aber - ähnlich wie bei den Amalgamen - nicht wissenschaftlich hinreichend abgesichert und entsprechende Befürchtungen nicht begründet.
> Füllungen aus Glasionomerzementen, Hybridglasionomerzementen und kompomeren Glasionomerzementen
Sie enthalten neben organischen Säuren (z. B. Polyacrylsäure) Gläser, die in Spuren Aluminium-, Calcium-, Strontium- und Fluoridionen freisetzen. In den Hybridglasionomerzementen und Kompomeren sind zusätzlich Kunststoffanteile enthalten. Diese Materialien können Fluorid freisetzen. Sind derzeit nur für nicht okklusionsbelastete, definitive Füllungen geeignet.
> Welche Füllungsmaterialien sollen zum Einsatz kommen?
Darüber kann jeweils nur im Einzelfall entschieden werden. Eine angemessene Nutzen-Risiko-Abwägung ist nur unter Berücksichtigung der individuellen Situation möglich. Dazu sind neben Kenntnissen über den Gebisszustand auch Informationen über Allgemeinerkrankungen (z. B. Nierenschäden), Allergien oder über eine Schwangerschaft von Bedeutung. Mitunter kann die endgültige Entscheidung über die einzusetzenden Materialien erst während eines Eingriffes (z.B. nach Entfernung einer Füllung oder Karies) getroffen werden. Weiterführende Fragen zur Auswahl bzw. Anwendung von Füllungsmaterialien bedürfen immer der persönlichen Beratung durch den Zahnarzt!
 
     
  Amelogenesis imperfecta  
  Bei der Amelogenesis imperfecta handelt es sich um eine genetisch bedingte Zahnschmelzentwicklungsstörung. Der Zahnschmelz ist bei dieser Erkrankung nicht vollständig ausgebildet und erscheint gelblich, rau und verformt.  
     
  Ankylose  
  Von der Ankylose eines Zahnes spricht man bei einer Verknöcherung des Zahnhalteapparates. Der betroffene Zahn wächst nicht mehr mit und steht weiter unten im Kieferknochen als die Nachbarzähne.  
     
  Aphten  
  Aphten sind weißliche Schleimhautveränderungen mit rotem Rand. Sie sind sehr schmerzhaft, nicht ansteckend und treten familiär gehäuft auf. Die Aphten bilden sich nach einigen Tagen wieder von alleine zurück.  
     
  Apikale Parodontitis  
  Eine apikale Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates, die von der Wurzelspitze des betroffenen Zahnes ausgeht.  
     
  Approximalkaries  
  Approximalkaries ist Karies in den Zwischenräumen der Zähne. Sie entsteht, wenn die Zähne eng beieinander stehen und diese nicht regelmäßig mit Zahnseide gereinigt werden. Oft ist diese Karies anfangs nur auf Röntgenbildern zu erkennen.  
     
  Ästhetischer Lückenhalter  
  Ein ästhetischer Lückenhalter ersetzt die fehlenden Oberkieferfrontzähne. Es besteht keine medizinische Notwendigkeit als Platzhalter. Ein ästhetischer Lückenhalter kann festsitzend oder herausnehmbar sein.  
     
 
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